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Furchtlähmungsreflex: Diese Kinder haben häufig Mühe im Umgang mit Stress- oder Schrecksituationen. Sie können in Schrecksituationen erstarren. Ihre Schultern sind oft hochgezogen, sie sind schüchtern, hochsensibel oder ängstlich. Grössere Menschenmengen stellen Stress für sie dar. Sie zeigen eine schlaffe Körperhaltung mit schlechter Koordination und wenig Gleichgewicht.

Mororeflex: Diese Kinder zeigen oft Wutausbrüche und haben Schwierigkeiten, Zuneigung zu zeigen oder sie anzunehmen. Sie haben Probleme in der Kontaktaufnahme und reagieren oft nicht der Situation angemessen. Sie sträuben sich gegen Neues und haben Mühe mit Veränderungen. Sie haben häufig Stimmungsschwankungen, können sich schlecht anpassen und spielen nicht gerne mit anderen Kindern. Mit Kritik und Stress können diese Kinder nur schlecht umgehen.

Tonischer Labyrinthreflex, TLR vorwärts und rückwärts: Diese Kinder setzen sich bei jeder Gelegenheit auf den Boden, weil sie eine schlaffe oder angespannte Muskulatur haben. Sie gehen oft auf Zehenspitzen. Sie haben Orentierungs-(Raum / Tiefe / Entfernung / Geschwindigkeit / Zeit) und Gleichgewichtsprobleme. Sie sind eher unruhig. Diese Kinder haben häufig Zahlen- und Buchstabenverdreher, Rechen- und Schreibprobleme. Regelhafte Abläufe können sie nur schwer erkennen und einhalten. Es fällt ihnen schwer sich zu organisieren, z.B. aufzuräumen, haben ein schlechtes Zeitgefühl und sind vergesslich.

Symmetrisch Tonischer Nackenstellreflex, STNR: Diese Kinder haben Probleme bei der Körperkoordination und kleckern beim Essen. Sie sitzen gerne auf einem oder beiden Beinen oder wickeln die Füsse um die Stuhlbeine. Ihr Oberkörper liegt beim Schreiben über dem Tisch und sie können sich nicht ruhig halten. Sie haben Aufmerksamkeitsprobleme. Beim Sitzen am Boden sind sie viel im W-Sitz. Sie haben Probleme mit dem Abschreiben von der Tafel um nach dem Aufblicken wieder die richtige Zeile zu finden. Ihre mündliche Leistung ist besser als die schriftliche.

Asymmetrischer Tonischer Nackenstellreflex, ATNR: Diese Kinder sind ungeschickt und rempeln oft andere Kinder unbeabsichtigt an. Sie halten ihren Stift verkrampft, haben einen festen Stiftdruck. Beim Schreiben liegt das Blatt falsch (schräg) auf dem Tisch und die Seite wird nur bis zur Hälfte beschrieben. Buchstaben und Zahlenverdreher sind oft bemerkbar. Überkreuzbewegungen machen Mühe. Die Schuhe zu binden dauert bei diesen Kindern sehr lange.

Landau Reflex: Diese Kinder haben eine schlechte Körper- und Sitzhaltung. Sie atmen falsch und haben dadurch nur kurze Konzentrationsphasen und wenig Ausdauer. Durch ihre steife Körperhaltung sehen die Bewegungen roboterhaft aus. Das Brustschwimmen fällt diesen Kindern schwer. Sie haben Schwierigkeiten bei der Koordination des Ober- und Unterkörpers.

Spinaler Galant: Diese Kinder können nicht still sitzen, bewegen sich mit einseitiger Hüftrotation, sind hyperaktiv und haben einen unruhigen Schlaf. Mangelnde Blasenkontrolle, Bettnässen bis nach dem 5. Lebensjahr und Verdauungsstörungen können sich zeigen. Diese Kinder sind überempfindlich am Rücken und vertragen keine enge Kleidung oder Gürtel.

Amphibien-Reflex: Der Amphibien-Reflex ermöglicht das Erlernen von Krabbeln und Kriechen.

Babinski-Reflex: Dieser Reflex zeigt sich durch Löcher im Socken am grossen Zeh. Diese Kinder haben Mühe mit flüssigem und längerem Lesen.

Saug-, Babkin-, Plantar-Reflex: Bastelarbeiten, Malen und Zeichnen fällt diesen Kindern schwer, weil ihnen ihre Handmotorik Mühe bereitet. Sprach- und Artikulationsprobleme, z.B. lispeln, starker Speichlfluss und vermehrtes Verschlucken sind Anzeichen. Häufig haben diese Kinder den Mund beim Arbeiten offen.

Greif- und Hochziehreflex: Diese Kinder haben eine geringe manuelle Geschicklichkeit. Dabei halten sie ihren Stift falsch und ein schlecht leserliches Schriftbild entsteht.

Eine Zusammenfassung aller wichtigen Reflexe zum Download. 

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